Archive for 'Hauswirtschaft'

Mrz 19
Coronavirus (SARS CoV-19) Hygiene Tipps

Wie schützen im Alltag? Gerade Pflegebedürftige die zur Risikogruppe gehören stellen diese Frage zurecht. Auch für pflegende Angehörige ist das Thema wichtig – unabhängig von der aktuellen Bedrohung!

Händedesinfektion: Ein Muss in der Pflege!

Hygiene und Infektionsschutz sind Aufgaben die immer wichtig genommen werden sollten. Nies- und Hustenetikette, das regelmäßige Händewaschen sollten selbstverständlich sein. Auch die sofortige, ordnungsgemäße Entsorgung von benutzten Pflegehilfsmitteln und Inkontinezmaterialien. Die Praxis zeigt: Leider werden diese „Basics“ von vielen Mitmenschen nicht angewendet bzw. überhaupt beachtet.

Damit sich dies – im Interesse aller – in Zukunft ändert, haben wir hier mit der Verbreitung von zwei anschaulichen, leichtverständlichen Informationen einen kleinen Beitrag, den wir gerne teilen: Mit den beiden anhängenden Dateien (PDF) reichen wir Informationen und Hilfestellungen aus erster Hand weiter:

10 Hygienetips (PDF)
Herausgeber: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Hygienemaßnahmen (PDF) im Zusammenhang mit dem Corona Virus
Herausgeber: Robert-Koch-Institut

Mrz 15
Coronavirus (SARS-CoV-19) – Prävention: Aussetzung der Besuchszeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, im Rahmen des Infektionsschutes haben wir uns zu der präventiven Maßnahme entschlossen bis auf weiteres unsere Besuchszeiten auszusetzen.

Unsere Büroräume in der Hugenottenallee 93, 63263 Neu-Isenburg

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass ab Montag 16.3.2020 unsere werktäglichen Besuchszeiten in unseren Büroräumen bis auf weiteres nicht angeboten werden.

Bitte wenden Sie sich per Telefon: 06102 / 35 89 773
oder per E-Mail: info@liberte-neu-isenburg.de an uns.


Wir informieren zu gegebener Zeit wann diese präventive Maßnahme wieder aufgehoben wird.

Aug 16

Viele Familien, die einen pflegebedürftigen Angehörigen haben, stehen vor der Aufgabe die pflegerische Versorgung und den Haushalt zu organisieren. Auf den ersten Blick scheint die Buchung einer 24-Stunden-Kraft die preisgünstigste und beste Lösung. Ist das wirklich so?

Wichtiger Aspekt ist hierbei zunächst, dass es sich bei den vornehmlich aus Osteuropa vermittelten 24-Stunden-Kräften, nicht um ausgebildete Pflegekräfte handelt sondern um Haushaltshilfen.

D.h. um eine angemessene pflegerische und medizinische Versorgung des pflegebedürftigen Angehörigen sicher zu stellen, wird auch bei Buchung einer 24-Stunden-Kraft, weiterhin die Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und einem ambulanten Pflegedienst vor Ort notwendig sein.

Auch gilt es in Kreis der Familie abzuwägen ob die Veränderung des Tagesablaufs für den Pflegebedürftigen und die räumlichen Gegebenheiten der Wohnung eine 24-Stunden-Kraft ermöglichen. Schließlich zieht mit der Haushaltshilfe eine weitere Person auf Dauer in den Haushalt ein. Sie muss entsprechend untergebracht werden und Rückzugsmöglichkeiten haben. In der Regel erhalten die Haushaltshilfen Kost und Unterkunft unentgeltlich. Auch ist der Aspekt, das eine zunächst fremde Person nun täglich Teil der Haushalts und des privaten Umfelds wird, ist eingehend zu betrachten.

Sind Haushaltshilfen günstiger als ein ambulanter Pflegedienst?

Die Antwort ist: Nein. Auf den ersten Blick erscheint die Haushaltshilfe günstiger. Die reinen Kosten mögen niedriger liegen, als die Kosten der Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst, aber zwei Faktoren werden bei dieser Bewertung oftmals übersehen:

  1. Benötigen Sie für Ihre Haushaltshilfe ein eingerichtetes Zimmer und stellen auch die Verpflegungskosten. Die Ausgaben hierfür werden oftmals in der Betrachtung der Kostenvoranschläge durch Angehörige nicht berücksichtigt.
  2. Können Sie die Kosten für die Haushaltshilfe nicht als Sachleistung gegenüber der Pflegeversicherung geltend machen. Durch den Wechsel zum Pflegegeld erhalten Sie – je nach Pflegestufe und ab 2017 je nach Pflegegrad – zwischen 354,00 und 1.004,00 Euro weniger an finanziellen Leistungen monatlich, die Sie für die pflegerische Versorgung aufwenden können.

Vermittlungsagentur buchen oder selber Arbeitgeber werden?

Die Kosten für die Haushaltshilfe, die Sie als Familie an eine Vermittlungsagentur entrichten, werden natürlich nur teilweise als Gehalt an Ihre Haushaltshilfe weitergereicht. Achten Sie hier dringend darauf, das der deutsche Mindestlohn und arbeitsrechtliche Vorschriften eingehalten werden. Oftmals arbeiten die Agenturen leider mit prekären Arbeitsverträgen, bei denen deutsche Standards im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht zu Ungunsten der Haushaltshilfe unterlaufen werden.

Aufgrund der intransparenten Arbeitsverhältnisse, die Agenturen aus Osteuropa mit Ihren Angestellten abschliessen, arbeitet unser Pflegedienst nicht mit diesen zusammen und vermittelt auch keine 24-Stunden-Kräfte.

Alternativ können Sie selber eine Haushaltshilfe anstellen. Hierfür melden Sie Ihre Kraft bei der Knappschaft an und entrichten das Gehalt sowie die Abgaben an die Sozialversicherungen.

Haushalthilfen brauchen Freiräume und Freizeit

So wie Sie selber Anrecht auf bezahlten Urlaub und geregelte Arbeitszeiten haben, gilt dies auch für Ihre Haushaltshilfe. Der irreführende Begriff „24-Stunden-Kraft“ bedeutet nicht, das die Haushaltshilfe Ihnen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche zur Verfügung steht.  Es gelten die gleichen arbeitsrechtlichen Vorschriften wie in jedem anderen Arbeitsverhältnis.

Fazit:

Haushaltshilfen können ein wichtiger Baustein sein um eine Versorgung der pflegebedürftigen Angehörigen zu organisieren. Im Verbund mit Hausarzt und einem niedergelassenen Pflegedienst, der punktuell die medizinische und pflegerische Versorgung sicher stellt, bieten Sie Angehörigen die Möglichkeit weiterhin Ihren Beruf auszuüben und trotzdem Ihren Liebsten versorgt zu wissen. Achten Sie darauf, dass Ihre Haushaltshilfe nach deutschen Standards entlohnt und sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist und genügend Freiraum für Ihre privaten Belange hat, dann kann auf Dauer dies eine funktionierende Lösung sein.